Benutzer:Holgermenz

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Holger Menz

Linux habe ich zum erstenmal ca. 1993/94 gesehen. Als reiner "DOSenöffner" war mir das allerdings viel zu kryptisch (ein ls -la hat mir beinahe Angst gemacht ;) ).


Meine ersten selbst gewollten Gehversuche habe ich dann im Dezember 1998 gemacht. Mit einer Suse 6.0, dem restlichen Jahresurlaub und einer gehörigen Portion Motivation habe ich dann tagelang die Susehandbücher durchwühlt. Es war nicht immer einfach... "...aber bloß nicht aufgeben!" :-)


Im Februar 2000 habe ich dann ganz auf Linux umgeschwenkt. Die obligatorische Windows-Partition, die im Lilo "sein musste", wurde unwichtig. Heute hat eine Windows-Partition nur noch eine Daseinsberechtigung: Spielen :-)... aber und an juckt es mir schonmal in den Fingern (Aufgrund einiger Nachfragen: UT, UT2004 und C&C. Wobei ich nur noch für C&C Windows brauche. Die anderen laufen auch unter Linux).


Seit etwa April 2003 nutze ich zu Hause nur noch Debian. Der Umstieg von Suse auf Debian fand ich stellenweise schon etwas schwierig. Zumal mein System auch noch ein paar Stolperfallen parat hatte. Gelohnt hat sich der Aufwand für mich in jedem Fall. Jeder der mehr möchte, sollte sich eine Distribution nehmen, bei der man nicht alles "vorgekaut" bekommt. Nah an den Grundlagen bringt es einfach mehr. Hier merkt der Fortgeschrittene Benutzer das es auch ohne GUI geht.


Nachdem ich den Umstieg von Debian woody auf Debian sid (unstable) gewagt hatte, ist meine anfängliche Skepsis der Begeisterung gewichen. Aktuelle Pakete und nur wenige Probleme. So macht Linux erst richtig Spaß ! ;-)


Konzeptionell gefällt mir Debian, weil es keine Marketingabteilung gibt, die den Entwicklern Druck macht und möglicherweise wiedermal eine punktuell unausgereifte Distribution auf den Markt wirft, dem dann in kurzer Zeit einige Updates folgen müssen. Nicht daß das nicht normal wäre, aber es stört. Mein Umstiegsanlaß auf Debian war übrigends bei Suse 8.0 die FAX/CAPI-Funktion in yast. Die Funktion war zwar da, aber auch nach einigen Wochen wurde nirgends mit einer Silbe erwähnt (ich habe wirklich intensiv geschaut), dass der Menüpunkt nicht funktionell ist. Er in einem Forum fand ich die Lösung: Viele Leute bei denen es nicht funktionierte und keiner der es hinbekommen hätte. Ich fand auch noch andere kleine Fehler in dieser Art. Leider alles Sachen die bei mit den Eindruck erhärteten, daß das Produkt noch ein paar Wochen bei den Entwicklern hätte bleiben sollen.


Heute empfehle ich Ubuntu für Einsteiger, da der Einstieg damit sicherlich gut gelingt. Für jeden, der bereit ist etwas Zeit und ein wenig "Hirnschmalz" einzusetzen: -> Debian


Zu Hause verwende ich ausschließlich selbst gebaute Kernels. Da habe ich allerdings aus der Not eine Tugend gemacht. Lag eigentlich an zwei Gründen. Zum Einen habe ich einen RAID-Controller, der in den meisten Distributions-Kernelimages nicht fest mit drin ist und zum Anderen war mein Onboard-Sound mit ALSA etwas "kratzbürstig". Deswegen habe ich mich gleich auf den 2.6.x'er Kernel gestürzt. Erst mit Kernel 2.6.5 kam bei mir allerdings das Gefühl auf, es wird richtig rund. Vorher hat es immer wiedermal an anderen Ecken gezickt. :-) Aber war nicht wirklich dramatisch.


Distributionen: Debian Squeeze. GRML ("Schweizertaschenmesser") für alle (Not)Fälle. Im beruflichen Umfeld finde ich die GRML-CD/USB-Stick inzwischen praktisch unverzichtbar wenn es um Nutzdatensicherung von Windows-Rechnern geht. GRML booten und fix mit ein paar Handgriffen alle Nutzdaten übers Netzwerk sichern. Um den Windows-PC möglichst bequem neu einzurichten kann man besonders in etwas größeren Umgebungen prima auf OPSI zurückgreifen :)

Auch im Gebrauch habe ich noch Redobackup und Clonezilla.

Meine Interessengebiete sind vielschichtig, deswegen zähle ich vielleicht einfach mal ein paar Stichpunkte auf.

  • Xen Virtualisierungs-Lösung
  • VDR (VideoDiskRecorder)
  • SSH ausreizen (wild Tunnels bauen - vorwärts,rückwärts und von hintern durch die Brust ins Auge) :)
  • OpenVPN

[...]

Fulda, den 18.9.2011

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